Mir gefallen Roadtrip-Movies á la The Straight Story oder Pilgerreise-Geschichten wie Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg von Hape Kerkeling. Die persönlichen Abenteuer über Menschen, die sich auf einen unbekannten Weg machen, mit dem blossen Ziel, etwas mehr über sich selbst zu erfahren, sind für mich die wahren „Abenteuergeschichten“. Quasi die Indiana Jones des Lebens. Jede Person auf Erden befindet sich eigentlich auf ihrem eigenen Weg. So ist das Sprichwort „Der Weg ist das Ziel“ ein wichtiger Leitsatz für mich geworden, der je länger desto mehr an Bedeutung gewinnt. Die Geschichte über die Pilgerreise des Harold Fry ergänzt ungemein mein Repertoire an tolle Geschichten über das eigentliche Leben.
Rachel Joyce
Die Autorin – Auszug aus dem Internet Rachel Joyce weiss, wie man Menschen mit Worten ganz direkt berührt. Die Autorin hat über 20 Original-Hörspiele für die BBC verfasst und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Daneben hat sie Stoffe fürs Fernsehen bearbeitet und auch selbst als Schauspielerin für Theater und Film gearbeitet. „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ ist ihr erster Roman. Die Geschichte schrieb sie, während ihr eigener Vater mit Krebs in einem Hospiz lag. Sie hoffte, dadurch das Leben ihres Vaters verlängern zu können. Der Roman erscheint in über 30 Ländern auf der ganzen Welt und wird nun auch verfilmt. Rachel Joyce lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Gloucestershire auf dem Land.
Die Geschichte Harold Fry ist die Hauptperson in dieser Geschichte, geschrieben von Rachel Joyce. Harold ist ein in die Jahre gekommener Mann mit einem „gelebten“ Leben. Seine Geschichte ist erfüllt von Höhen und Tiefen. Als er eines Tages erfährt, dass seine ehemalige Arbeitskollegin Queenie Hennessy mit Krebs auf dem Sterbebett liegt, möchte Harold Fry ihr einen Brief schreiben. Doch als er den Brief schliesslich einwerfen will, läuft er stattdessen einfach an dem Briefkasten vorbei. Er macht sich auf zu Fuss, um die vielen hundert Kilometer zum Hospiz zu gehen. Harold möchte Queenie retten, indem er einfach zu ihr „läuft“. Er glaubt fest an die Macht des Willens und dass er die Krebskranke mit seiner Motivation vor dem sicheren Tod retten kann. Was am Anfang der Geschichte nach einer unvorbereiteten Wanderung eines naiven, alten Mannes aussieht, entpuppt sich bald als tiefgreifende Idee mit Substanz und zur echten Mediensensation. Die Pilgerreise versetzt eine ganze Nation in Staunen, denn Harold Fry läuft und läuft und läuft, immer weiter seinem persönlichen Ziel entgegen. Im Verlaufe seiner langen Wanderung gesellen sich viele unbekannte Menschen zu ihm, um an der Reise teilzunehmen. Doch einige dieser Personen verfolgen ihre persönlichen Ziele und drohen zeitweise Harold Frys Unterfangen zu gefährden.
Meine Meinung Wer Roadtrip-Storys oder Pilgergeschichten mag, sollte das Buch ohne zu Zögern lesen. Äusserst gekonnt hat Rachel Joyce eine sagenhaft gute Geschichte, mit viel Witz, Charme und Melancholie geschrieben. Es muss auch erwähnt werden, dass dies das erste Buch der Autorin ist, und heute sogar schon ein Bestseller.
Die Autorin hat es geschafft, dass ich während jeder Sekunde des Hörens hoffte, dass Harold Fry es tatsächlich schaffen würde, seine Kollegin Queenie Hennessy zu retten. Hoffnung ist wirklich ein immens starkes Gefühl, das muss ich wieder zugeben. Das wurde mir durch die Geschichte noch deutlicher bewusst. Viele Menschen, die mit Harold Fry mitlaufen, entpuppen sich schnell als nicht ganz selbstlos. Viele dieser Mitläufer tendieren in ihrem Egoismus dazu, Harald Frys Lebensgeschichte zu ihrer eigenen Geschichte umzuschreiben. Es sind die „Schmarotzer“, die wirklich gute Menschen aussaugen und die Umsetzung guter Ideen ausbremsen……was man leider auch im wirklichen Leben tagtäglich erleben darf.
Harold Frys Pilgerreise
Ausserdem trägt Harold noch ein Geheimnis mit sich herum: „sein eigenes Leben!“, das ihm niemand wegnehmen kann. Vor allem der letzte Abschnitt der tollen Geschichte macht klar, was Hoffnung und Irrglauben mit den Menschen bewerkstelligt. Menschen ohne gute soziale Bildung oder Erziehung mit starkem familiären Rückhalt schaffen es leider auch im realen Leben, andere ernsthaft zu gefährden. Rachel Joyce erweckte totgeglaubte Gefühlsgeister in mir und machte mir damit klar, dass jedermann das Recht auf die eigene Lebensgeschichte hat. Die Lüftung von Frys Geheimnis versetzte mich in Demut allen älteren Personen gegenüber. Denn wir alle werden irgendwann alt, sofern man nicht den frühen Tod erleidet. Und was bleibt, ist die eigene Geschichte, die eigenen Emotionen und Erinnerungen an ein Leben, hoffentlich voller Liebe, Freundschaft und voraussichtlich leider auch Trauer, ob andere das wahrnehmen wollen oder nicht.
Heikko Deutschmann
Der Sprecher/Das Hörbuch
Heikko Deutschmann wurde am 13. Februar 1962 in Innsbruck geboren und ist ein österreichischer Schauspieler. Er hat bereits für zahlreiche Hörbücher gesprochen. Seine Stimme passt nahezu perfekt zur Geschichte. Ruhig, bedeutungsvoll und äusserst anmutig liest er die Geschichte über Harold Frys Pilgerreise vor. Man könnte für diese Geschichte keinen besseren Sprecher finden.
Fazit
Eine horrend gute und tiefgründige Geschichte für Leser, die auf emotionsgeladene Werke mit einem unerwarteten Ende stehen. Und auch alle anderen Leser sollten sich überlegen, dieses grandiose Buch zu lesen oder zum Hörbuch zu greifen. Es lohnt sich!
Als mir meine Partnerin zu Weihnachten dieses Hörbuch geschenkt hat, war ich gespannt darauf, die Geschichte während meiner täglichen Autofahrten zu hören. Ich kannte weder den Roman noch den Autor. Matt Ruff? Bad Monkeys? Noch nie etwas davon gehört. Eigentlich mag ich Geschichten à la Philip K. Dick ganz gut, weil die Geschichten von Dick eben Geschichten von Dick sind. Autoren, die sich an schräge Geschichten mit Realitätsverzerrungen wagen, sind für mich immer eine willkommene Abwechslung. Oder fast immer… FAST… weil die Geschichte doch eine gewisse Schrägheits-Qualität aufweisen muss. Wie sich Matt Ruffs Roman geschlagen hat, lest Ihr in der folgenden Rezension.
(Matthew Theron Ruff) wurde am 8.9.1965 in Queens, New York geboren. Er ist ein Schriftsteller, der sich in seinen Geschichten vor allem mit dem Thema der gestörten Persönlichkeiten und verzerrter Wahrnehmung der Realität befasst.
Die Geschichte Jane Charlotte arbeitet für die „Organisation“, nachdem sie die ausserordentliche Aufnahme-Prüfung bestanden hat. Sie jagt und killt im Auftrag der „Organisation“ böse Menschen (Bad Monkeys), die vor allem sexuell gestört sind und somit als böse eingestuft wurden. Mit grünen und orangenen Gewehren, die u.a. Herzinfarkte herbeirufen können, muss Jane die „Bad Monkeys“ terminieren. Weil die obdachlose und drogenabhängige Jane Charlotte des Mordes an einem Sozialarbeiter angeklagt wurde, erzählt sie ihre aussergewöhnliche Geschichte von der „Organisation“, farbigen Gewehren und den „Bad Monkeys“ ihrem Arzt Dr. Vale, in einer psychologischen Anstalt in Las Vegas. Janes Geschichte wirkt für ihren behandelnden Arzt äusserst unglaubwürdig, so dass er Janes Geschichte, zwischen den Verhören, recherchiert, um der kuriosen Story auf die Schliche zu kommen. Er vergleicht die Realität mit den Wahnvorstellungen Janes, um zu entscheiden, was wirklich ist und was eher Janes fiktiven Wahnvorstellungen entspricht.
Cover zum Hörbuch
Meine Meinung Matt Ruffs Geschichte kann man lesen (wenn man das unbedingt möchte), muss man aber nicht. Die vielen Wendungen in der Geschichte wirken teilweise gesucht und zu stark gewollt in die Story eingesetzt. Ständig ist etwas so, um dann doch wieder anders zu sein. Die psychisch gestörte Figur Jane wirkt wie ein naiver Teenager, der sich irgendeine Fantasie eines Kleinkindes ausdenkt, um ihrer Haft zu entkommen. Dass dann schliesslich alles in Frage gestellt wird (auch der Arzt und die Anstalt), ist der krönende Abschluss der eher oberflächlichen und unspektakulären Geschichte. Um dem Meister Philip K. Dick das Wasser reichen zu können, muss schon stärkerer Tobak her. Leider konnte mich weder Matt Ruffs unreife Geschichte, noch seine gestörten Figuren Jane und deren Arzt packen. Im Grunde genommen ist die Geschichte von „Bad Monkeys“ eine schlechte Kopie von vielen anderen Geschichten. Und das leider auf ganzer Linie.
Das Hörbuch Das Hörbuch vom Hörverlag mag die Qualität anderer Hörbücher leider nicht halten. Weder die lausige sprachliche Qualität der Sprecher (Jasmin Tabatabai, Heikko Deutschmann oder Oliver Bros) noch die Darstellung der Charaktere konnten mich irgenwie überzeugen. Wobei Darstellung ein zu grosser Begriff ist für diese Hörbuch-Produktion. Die Sprecher wechseln sich ständig ab beim Vorlesen. Was so viel heisst, dass einmal Jasmin Tabatabai einen Teil der Geschichte liest, dann wieder die anderen Sprecher. So hat Jane zwischendurch eine Männerstimme (?) und dann wieder eine Frauenstimme. Es ist fast so, als ob die Geschichte an einem Abend von Mama und einem anderen Abend von Papa vorgelesen würde. Die Story von Jane und der Organisation fing zwar ganz „okay“ an, doch spätestens ab der zweiten CD (von total 5 CDs) wusste ich, was Sache ist: ein eher dürftig produziertes Hörbuch für verzweifelte Reisende, die nichts anderes zu tun wissen. Starke Langeweile schlich sich ein, während ich mit dem Auto fuhr und die lieblose Geschichte anhörte. Eigentlich habe ich das Hörbuch nur für diese Rezension fertig-gehört. Zum Glück bin ich dabei nicht eingeschlafen… Wenigstens das erste Wort im Titel passt perfekt zu dieser Produktion.
Fazit
Wer wirklich alle Hörbücher der Welt anhören will, kann hier von mir aus AUCH zugreifen Sonst jedoch kenne ich 1’000 Gründe, warum man dieses Hörbuch meiden sollte. Der wichtigste Grund ist: „es gibt einfach viel bessere Geschichten, die es vorher zu hören gilt!“ Hörprobe hier!
Als ich vor sechs Monaten per Zufall eine Literatur-Sendung geschaut habe, wurde Ursula Caberta interwievt. Es wurde über ihr aktuelles Buch „Schwarzbuch Esoterik“ berichtet. Anders als der Titel zu verheissen vermag, soll dieses Buch über die Gefahren von Esoterik in der heutigen Gesellschaft aufklären. Das Thema machte mich sehr neugierig und darum habe ich gleich am nächsten Tag das Buch online bestellt.
Ursula Caberta
Ursula Caberta wurde am 22. März 1950 in Hamburg geboren. Sie ist eine deutsche Politikerin und ehemalige Leiterin der Hamburger Arbeitsgruppe Scientology und der Obersten Landesjugendbehörde. Sie ist Diplom-Volkswirtin und als Verwaltungsangestellte tätig. Ihre wichtigste politische Arbeit sieht sie im Kampf gegen die Scientology-Sekte. Am 1. August 2007 forderte sie ein Verbot gegen die Sekte an. Die zahlreichen Bücher Cabertas über Esoterik und Sekten sollen aufklären und den Lesern die Augen öffnen vor den dubiosen Glaubens-Machenschaften.
Die Geschichte Wer kann der Versuchung widerstehen, etwas Besseres zu sein als alle anderen dies sind? Oder einfach dazu zu gehören oder von allen akzeptiert zu werden. Oder sogar zu glänzen, zu strahlen. Ja, sogar Göttliches zu vollbringen. Der Wunsch nach etwas Höherem ist seit tausenden von Jahren eine treibende Motivation des Menschen, über die eigene Nasenspitze schauen zu können und Unbegreifliches zu ergründen. Etwas über die eigene Existenz zu erfahren und über das grosse „Warum“ zu erfahren. All dies treibt die Menschen auch heute noch mehr als je zuvor an. Doch Vorsicht vor den Übeltätern wie Glaubensgemeinschaften, Sekten oder dubiosen Religionen. Die Sucht „Esoterik“ weiss auch heute noch gekonnt, wie eine fiese Falle, zuzuschlagen. Wieder rauszukommen scheint für viele Menschen schier unmöglich. Die Gefahr lauert stets unter uns wie Ratten in der Kanalisation. Wer glaubt, Sekten und dergleichen seien ein Randproblem, irrt sich gewaltig. Ernsthafte esoterische Gefahren werden in unserer Gesellschaft oft runtergespielt und können so ihr Dasein fristen, da sie erst gar nicht „mehr“ als ernsthafte Gefahr erkannt werden. Man denke bloss an die zahlreichen Esoterik-Messen mit den dubiosen Anbietern von Wundermitteln oder „göttlichen“ Heilmethoden.
Cover zum Buch
Beim Lesen von Ursula Cabertas Buch wird sehr schnell klar, wie verbreitet selbsternannte Glaubens-„Gruppen“ weltweit sind. Sie lauern regelrecht unter uns und verdienen einen Haufen Geld mit falschen Versprechungen und mit unserem hungrigen, ungestillten Willen an Höheres zu glauben. Sie machen alles im Zeichen der Güte und Nächstenliebe (?), selbstverständlich. Dass sogar Pop-Sänger wie Nena oder Madonna Esoterik für ihre Karriere eingesetzt haben, wird auch beim Lesen des Buches deutlich. Sekten können ganze Familien abhängig machen, indem sie eigene, geschlossene Welten aufbauen, in denen dann ausschliesslich eigene Glaubens-Strukturen und Regeln herrschen. Oft werden diese Regeln von einem Glaubens-Guru erstellt, der angeblich „Erleuchtung“ erlangt hat. Meistens dienen die Regeln nur dazu, viele Menschen seelisch sowie körperlich (sexuell) auszubeuten. Diese Regeln können selbstverständlich nach Belieben geändert werden, selbstverständlich nur vom Ober-Guru höchstpersönlich. Die Ausbeutung fängt bei den Kindern an und wird von deren Eltern sogar akzeptiert, denn es dient schliesslich der sozialen Anpassung. Die „Seelen-Experten“ schlagen meistens dann zu, wenn ein Mensch seelisch angeschlagen ist, um sie/ihn für sich und seine Glaubensgruppe zu gewinnen. Die Machenschaften (auch sexuelle Misshandlungen) werden meistens auch vom Staat toleriert und die sonst üblicherweise geltenden Gesetze schlagen bei den Glaubens-Gurus nur zurückhaltend oder gar nicht erst an. Man denke z.B. an die römisch-katholische Kirche und die zahlreichen Vergehen an Kindern. Wie weit die Esoterik-Lobbyisten gehen, um an die Macht-Ansprüche der Glaubens-Gemeinschaften zu gelangen, steht auch deutlich im Buch „Schwarzbuch Esoterik“ beschrieben und zeichnet ein erschreckendes Bild von Lügen, Intrigen und bösen Machenschaften. Und dies mitten in unserer Gesellschaft.
Meine Meinung
Das Buch hat in mir ein Gefühl der Ablehnung allen Sekten und Religionen gegenüber hinterlassen. Auch werde ich in Zukunft vorsichtiger mit Esoterik-Literatur umgehen. Konkret heisst das, dass ich zuerst die Hintergründe über den Autoren eines Buches und seine Intentionen so gut wie möglich eruieren werde, bevor ich überhaupt wieder eine Glaubens-Lehre oder dergleichen zulassen werde. Vielfach ist man dazu geneigt ins nächste Büchergeschäft zu rennen und die Regale mit der Aufschrift „Lebenshilfen/ Esoterik“ durchzustöbern. Auf eine solche Vorgehensweise sollte allgemein verzichtet werden. Dies ist zumindest meine „verstärkte“ Meinung, nachdem ich Ursula Cabertas Buch „Schwarzbuch Esoterik“ gelesen habe. Die Schreibweise in Cabertas Buch ist sehr einfach und klar verständlich. Nur teilweise bemerkte ich die grosse Abneigung der Schriftstellerin allen Sekten und Glaubensgemeinschaften gegenüber. Auch scheint sie mir zu oft „pro“ Politik geneigt zu sein. So als ob die Sekten alles falsch machen und die Politik eben nicht. Da hätte ich mir vor allem durch Cabertas politischen Hintergrund mehr Kritik gegenüber Politikern gewünscht.
Fazit
Alles in allem ein gut durchdachtes Buch, mit sehr stark recherchierten Esoterik-Informationen. Für Leser, die gerne mal auch ihre eigene Religion oder Glaubenseinstellung hinterfragen wollen. Wer auf Wolke 7 schwebt und derzeit an einen Guru oder Pfarrer glaubt, sollte es sich gut überlegen, das Buch in die Hand zu nehmen. Es könnte die Augen öffnen und Dummschwätzer und Lügner entlarven. Denn diese weilen mitten unter uns. Wir merken es nur nicht (mehr).
Seit ich denken kann, wird alles um uns herum ständig verteufelt. Das Auto, der Wald, der TV und sogar der Teufel selbst. Aber wer und warum hat die Roman- und Filme-Figur „Teufel“ eigentlich erfunden? Ist es die Zahl 666 oder 696 aus der Bibel oder aus der Mythologie, die versprechen, dass es einen Teufel wirklich gibt. Oder ist die Zahl 666 doch bloss eine Menschenzahl für Kaufleute die etwas kaufen oder verkaufen wollen? Ist der Teufel ein gefallener Engel mit dem blossen Namen Luzifer? Luzi-Buzi-F..i. Aha, ein echter Engel also? Gibts sowas überhaupt, oder ist das auch wieder ein menschliches Fantasieprodukt wie Satan, Batman oder die Waldfeen und Zwerge?
Es ist 6:66 Uhr!
Denke ne-/po-sitiv
Positives wie auch negatives Denken führen zu Frust und Demotivation. Man verteufelt sich selbst ohne den Teufel persönlich jemals zu treffen. Wie beim Konsum jeglicher Genussmitteln kann auch das blosse Denken krank machen oder zu Fehldenken führen. Oder es macht high und man fährt mit LSD im Gehirn in die Mojavewüste, um nackt seinen Schutzengel zu treffen.
Folgendes Beispiel:
Positiv: Ich kann dem Universum (oder Sony) für meinen tollen Fernseher danken, der ein scharfes Full-HD Bild zeigt (das Wunder ist geschehen) und mich immer unterhalten tut. Wie durch ein Wunder des Menschen kann ich von zu Hause aus viel Neues erfahren und brauche nicht, mich echten menschlichen Risiken auszusetzen. Super Giga Tera Mega Cool!
Negativ: Der manipulative Fernseher dient bloss dazu, die Menschen verblöden zu lassen. Passiver Konsum führt zu Gefühlslosigkeit und Irrglauben. Die Werbung möchte bloss nur Eines: manipulieren! Auch der Staat führt seine Spielchen mit dem Medium TV und steuert das Volk wie der Teufel von der katholischen Kirche.
Man kann somit in beiden Fällen von einer Verteufelung des Mediums TV sprechen. Dies war nur ein Beispiel. Man kann sich alles schönreden oder einfach schlechtreden. Familienangehörige werden dann zu Hassfiguren, Haustiere zum Menschenersatz (nur freundlicher, weil sie nichts sagen) und die Kirche zum Lebensinhalt. Positive sowie auch negative Punkte sind immer vorhaden, um sich alles zurecht zu biegen. Man ist des eigenen Schicksals Schmied, Sanitär oder Elektriker. Oder auch einfach nur Mensch.
Der Dualismus: Gut und Böse
Die Schule
Bereits im Kindergarten lernt man bekanntlich, sich zu fügen. Das zu machen, was einem gesagt wird. Nichts zu hinterfragen und einfach alles zu akzeptieren. Auch die AKWs oder die künstliche Vogelgrippe von Roche. Ob positiv wie auch Negatives ird einfach angenommen und begrüsst. Später geschieht das auch während dem Alltag. Beim Einkaufen, während der Arbeit, beim Tanzen oder auch im Kino. Alles wird schubladisiert. Das finde ich gut, anderes wiederum schlecht. Der ist lieb (Jesus) der andere böse (Luzifer). Dass ich auch Romanfiguren in dieser Art und Weise ins eigene Denkmuster eingliedere finde ich eigentlich GUT. SCHLECHT finde ich, dass andere das manchmal ausnutzen.
Klassisches Beispiel eines 24-jährigen Bürgers in der Schweiz
Nach seiner Lehre als XYZ (die er nach Familientradition absolviert hat) arbeitet er nun auf einem anderen Beruf. Er hatte genug von seiner Ausbildung als XYZ (er wurde von den Eltern fremdgesteuert und hätte viel lieber die Kunstschule besucht), weswegen er sich nun andersweitig betätigt. Als 1-Sternekoch bei MC Donalds. Auch ganz ohne Koch-Ausbildung möglich. Muss man nicht haben, der Job erklärt alles von selbst oder gar nicht. Mit seinem Lohn gönnte er sich einen BMW 325 mit Sportpaket. Occasion (mit 120’000 km drauf) versteht sich, da BMWs allgemein sehr teuer sind (warum auch immer). Weil auch er Steuern und Versicherungen zu bezahlen hat, kann er sich nichts Neues gönnen. Dennoch: seinen Lebensstandart ist in der Schweiz viel höher als es in der Wüste ist. Selbstverständlich befindet sich im 200 PS starken Auto ein stolzer Subwoofer mit 400W Power, damit ihn auch alle beachten und bemerken, wenn er seinen Bleifuss spielen lässt. Und dann alle in der Stadt (the town) bemerken, was für ein toller Typ er doch eigentlich ist. Dass er etwas in seinem CH-Leben erreicht hat. So quasi aus dem Nichts. Wo nichts war hat er einen BMW gekauft. Toll, was?! Aus der Asche und aus dem Staub (wo auch er hergekommen ist) hat er nun seinen ersten und letzten BMW gekauft. Nach Einsicht und Erfahrung wird er später diese Marke meiden. Wenn er am Wochenende, mit seinem Freund, einige Runden in der Stadt dreht und die Gummis und Frauenherzen schmelzen lässt.
Lässt alle Frauenherzen schneller schlagen: vor Scham!
Alter Mann, der alles kann
Im Alter von 28 bis 30 Jahren gibt er das dann schliesslich auf, um sich auf neue Kombis oder Familenwagons zu konzentrieren. Denn nun wird er zum Mann mit Ambitionen und Erwartungen dem Leben gegenüber. Auch der störende Subwoofer (nimmt bloss Platz im Kofferraum weg) ist unwichtig geworden. Sein Fitnesstraining (früher 4x die Woche, heute maximal 1x) ist auch gar nicht mehr so wichtig. Eigentlich möchte er gar keine Abogebühren fürs Gym mehr bezahlen. Evtl. ist er in einer Bezeihung, weswegen auch die Arbeit einen gänzlich anderen Stellenwert für ihn erhalten hat. Er möchte auch nicht mehr Musical-Tänzer oder dergleichen werden. Wie es früher einmal seinen Traum gewesen ist. Um seiner Mutter mit Stolz zu zeigen, dass auch er wie John Travolta tanzen kann. Nun ja, der MC Donalds Job hat so seine Tücken. Ob er mit seinen 99 Kilogramm Nacktgewicht (Fettleibigkeit mit erhöhtem Cholesterin und Bluthochdruck) überhaupt noch tanzen kann? Aber eines hat er von Travolta beibehalten: nicht der Hang zur Sekte, sondern die geschleckte Glanz-Gel Frisur der 70er Jahren (oben und unten) und seine grosse Fresse. Diese Sachen kann ihm keiner mehr nehmen.
Die Fügung und das Schicksal
Weswegen er sich seinem Schicksal (Füdlibürgerzwang CH) fügt und nebenberuflich eine Erwachsenen-Ausbildung macht. Er ist ja auch schon alt geworden. Über dreissig Jahre alt und niemand stellt ihn mehr ein. Die 24 Jahre alten Chefs habe Angst vor älteren Angestellten, weswegen sie viel lieber labile Mitarbeiter bevorzugen, die niemals widersprechen oder irgend etwas hinterfragen. Die Zusatzausbildung macht er in einer eidgenössisch anerkannten Schule in der CH, die angeblich allen Firmen der Welt bekannt ist. Wenn er sagt, er habe dort seine Ausbildung absolviert, würden die Chefs der Firmen Glücksgefühle (wie vom LSD oder Heroin) bekommen und ihn sofort einstellen und ihm freiwillig den doppelten Lohn bezahlen. Das nenne ich übermässiges, positives Denken. Dabei wird er immer gestresster (gar keine Freizeit mehr, wie frühe,r während der Armut nach dem Krieg) und ist bereits am Anfang des Monats total pleite. Dafür hat er später (nach der Ausbildung) bessere Chancen für eine Karriere als Profi-Boxer oder er wird CEO bei Roche oder Coop. Oder macht sich selbstständig und meldet dann privaten Konkurs an. Wie seine Karriere aber exakt aussehen soll, weiss er selber nicht so genau, weswegen er nun einen persönlichen Coach (Berufsberater) und einen Psychologen für seinen ständig wiederkehrenden Burnout benötigt. Aber später… SPÄTER wenn einmal alles besser ist… dann ist… eben alles besser. So redet er sich sein ganzes Leben schön. Und wird plötzlich vierzig Jahre alt. Die Natur regeniert nichts mehr an seinem Körper und der Haarausfall und die Rückenprobleme vom jahrelangen Training mit krankmachender Zusatznahrung (Protein Shakes oder Power-Riegel) haben ihre Spuren hinterlassen. Der Körper vergisst nichts und wird sich rächen! Er wird nun alt und auch ihm wird klar, dass er eines Tages sterben wird. Eben vielleicht als CEO oder Traumtänzer im Grease-Musical.
Mama, sei stolz auf mich!
Soziale Glaubensgemeinschaften für die ganze Familie
Er dachte auch ernsthaft darüber nach, mit seiner Ehe-Frau und Kind zu einer Glaubens-Gesellschaft mit eigenem Logo und Magazin zu gehen und einfach mal vorbeizuschauen. Belanglos und ohne Ambitionen. Die freundlichen Personen mit den psychologischen Fragebögen auf den Strasse scheinen schliesslich genau zu wissen, was sie wollen. Ganz im Gegensatz zu ihm. Frauen arbeiten dort ganz einfach nicht mehr und, während lebenswichtige Operationen im Spital durchgeführt werden, wird ganz einfach keine Bluttransfusion durchgeführt. Weil: das macht man nicht. Ist VERBOTEN! Oder die Aliens haben uns auf der Erde (Mutter Gaia nicht Gay-a) gebracht und wir müssen jeden Tag viele Vitamine schlucken, um gescheiter zu werden als Einstein. Das Unwissen über die unsichere Arbeitsstelle (jeder ist ersetzbar, sagt auch sein Chef immer wieder) und die Regierungsmachenschaften (ständige Kriege um Öl oder Waffen, die AKWs oder Religionenhass) machen auch ihm zu schaffen. Bei den Familiengemeinschaften mit Glauben an Wunder, Geister und Aliens wäre das alles weg. Die wissen wie es geht!
Alles wird gut
Wer weiss, vielleicht gewinnt er auch einmal im CH-Lotto. Würde er bloss mal Lotto spielen… Einfach zum Kiosk gehen und ein Los kaufen. Kreuze zeichnen und beten (zu Gott oder Micky Maus). Oder irgend ein Freund wird plötzlich reich und schenkt ihm einfach so einen Haufen Geld. Aus heiterem Himmel, aus reinem Good-Will. Drei oder mehr Millionen CHF vielleicht! Der Moritz vielleicht, der scheint seit Jahren seinem Hobby als Keller-Musiker nachzugehen. Er ist zwar schon über fünfzig Jahre alt (ist Single und stinkt nach Beulenpest) und niemand kennt seine Rap-Musik aus seinem semi-professionellen Keller-Studio. Aber vielleich wirds doch noch was mit ihm, wenn er sich anstrengt und nicht ständig seine Gehirn-Zellen wegsauft und Teenager-Shirts mit Comic-Aufdrucke trägt. Oder mit Sprüche wie “Ich bin 50, helft mir über die Strasse”. Gäääähhhnnn & kotz! Aber dafür müsste er ja Moritz anrufen oder Kontakt mit ihm aufbauen. Leider ist er eine Diva, weswegen alle Personen ihn anrufen sollen statt umgekehrt. Er lässt sich also Zeit und geniesst es, wenn andere sich für ihn interessieren. Darum wird er Moritz sicherlich nicht anrufen oder sonst irgendwem. Er wird einfach da sitzen und abwarten bis man ihn dentdeckt. Der coole Typ mit dem Familienwagen, Burnout-Leben und Bierbauch.
Die Diva, Snickers Werbespot
Licht im Dunkeln
Vor zwei Tagen wollte er eine neue Taschenlampe fürs Auto kaufen. Falls man ja mal auf der Strasse, im Dunkeln (drei Uhr nachts ist man ja ständig unterwegs) stehenbleibt. Man weiss ja nie, in der Nacht ist es immer so dunkel, weil die Erde (Mutter Gaia nicht Gay-a) jedes mal die Sonne verdeckt. Dann kann man mit der Taschenlampe den Motor flicken oder die Umgebung bekundschaften und Geld am Boden finden, den Elton John dort verloren hat. Eine tausender Note wäre schon toll. Er hat zwar schon vier oder fünf Taschenlampen in der Garage herumliegen. Einfach irgendwo in seinem Chaos vergraben. Aber die neuen Lampen sind mit dieser LED Technik und sowieso besser als alles andere, was er besitzt. So brennen diese über 60 Stunden lang mit nur einer Batterie und dies viel heller als die Sterne am Himmel. Im Laden kaufte er sich dann einen neuen Toaster für CHF 19.90 und einige DVDs aus der Aktion. Dass er dabei die Taschenlampe vergessen hat, ist gar nicht mal so schlimm. Er besitzt ja bereits vier oder fünf Stück davon. Diese hat er auch nie gebraucht. Sind also noch fabrikneu und ungeöffnet. Vielleicht sollte er die Batterien entfernen, weil sie ja immer auslaufen und Löcher in den Teppich brennen. Und sowieso geht er Nachts nie aus dem Haus. Dann schläft er in seinem Bett mit Matratze. Das zumindest gehört ihm, nicht dem Mieter oder den Berner. Also kann er die Lampe getrost vergessen.
Bier und Fussball TV-Abend ohne Freunde
Am Freitag-Abend ist seine Frau weider einmal verabredet. Sie geht eine Schulfreundin besuchen. Jupiieee, sturmfreie Budeeeee…. aaaaoooouuuuu… Da sitzt er nun ganz alleine. Seine Freunde kann er ja nicht anrufen, da er sich seit Monaten (oder Jahren) nicht mehr bei ihnen gemeldet hat (Diva). Weswegen er sich eine DVD (digitale versatile Disc) aus dem Laden reinzieht. Doch bis er endlich auf dem Sofa sitzt und der Film startbereit ist, sind bereits zwei Stunden vergangen. Er musste einige Haushaltsarbeiten ausführen, die seine Frau immer ihm überlässt. „Du bist viel stärker als ich“ oder „Mein Rücken schmerzt immer sooo sehr“, sind Standart-Sprüche seiner Ehe-Frau. Aber darum liebt er sie ja so sehr. Weil sie so anders ist und einen eigene Charakter besitzt und eben eine Frau ist. Was hat er eigentlich gemacht, die ganzen zwei Stunden lang? Das fragt er sich nun, so zu später Stunde. Es ist ja auch schon zwanzig Uhr. Mal schauen, was am TV läuft. Ach was, er schaltet den DVD Player sowie den Fernseher ab und beschliesst, sich an seinem PC zu pflanzen, um zu surfen. Vielleicht hat ihm Moritz auf Gesichtsbuch.com geschrieben. Ach was, Moritz ist schon alt und kann das gar nicht. Der kennt bloss seine alte Rap-Musik, die niemand hören will. Vielleicht wirds doch nichts mehr mit der Karriere von seinem Freund Moritz als Rap-Musiker und dessen grosszügigen Geldschenkung an ihm. Bald ist auch wieder zweiundzwanzig Uhr und auch seine Frau ist bereits zurück vom Freundeskreis Frauenabend. Der Single-Abend hat somit für ihn gar nicht wirklich stattgefunden, doch er ist zufriedener als je zuvor. Denn so muss er nicht mehr überlegen, ob der Abend gut oder schlecht gewesen ist. Es ist einfach aus und vorbei. So hat er nichts zu meckern und kann nichts verteufeln.
Ob der freundliche Herr jetzt auch alleine vor dem PC sitzt?
Ach, tut das gut, einfach zu sein und sich nichts dabei zu denken, denkt er sich im Bett und hofft, dass er morgen wieder aufwachen wird. Das wäre nämlich gut!
Ich bin eigentlich ein grosser Fan von Geschichten mit spirituellem Inhalt. Spätestens nach dem Buch „Eine neue Erde“ von Eckhart Tolle bin ich mir sicher, dass viele Ursachen des menschlichen Leidens ihren Ursprung im kollektiven sowie eigenen Denken der Menschen haben.
Vor rund zehn Jahren durchlebte ich eine Zeit der spirituellen Selbstsuche und die Frage nach dem Sinn des Lebens. Irgendwann wollte ich damals das Buch „Der Alchimist“ von Paulo Coelho lesen, bin aber nie dazu gekommen. Auch andere Werke des im Jahre 1947 in Rio de Janeiro geborenen Schriftstellers habe ich bis heute nicht gelesen. Diese Woche brachte mir meine Partnerin und Gründerin von Private Readers das neueste Werk von Paulo Coelho mit dem Titel „Schutzengel“ als Hörbuch mit. Seltsamerweise führten einige familiäre Ereignisse dazu, dass wir uns derzeit tatsächlich mit dem Thema Schutzengel befassen, weswegen das Hörbuch zur richtigen Zeit eintrifft.
Cover zum Hörbuch von “Schutzengel“
Die Geschichte
Die Geschichte in „Schutzengel“ handelt von der spirituellen Suche nach den eigenen Schutzengeln. Eigentlich suchen die zwei Protagonisten Paulo (hier handelt es wahrscheinlich um die Erlebnisse des Schriftstellers) und Chris (seine echte Frau Christina Oiticica). Diese fliegen eines Tages in die Mojavewüste, um ihre Schutzengel zu finden und um mit ihnen zu kommunizieren. Im Grunde genommen sucht am Anfang der Geschichte vor allem Paulo nach seinem Schutzengel und seine Frau glaubt, ihn dabei begleiten zu müssen. Die esoterische Suche führt die beiden fast in den Tod, als sie, aus einer Laune heraus, in der Wüste spazieren gehen und sich dabei vom Auto entfernen. Aufgrund der glorreichen Idee von Paulo, ziehen sie sich dann nackt aus. Weil Paulo angibt, sich dabei frei zu fühlen. Dabei bemerkt das Pärchen nicht, dass ihre nackten Körper bei der enormen Wüsten-Hitze dehydrieren. Sie glauben tatsächlich, dass dies Teil der spirituellen Selbstfindung ist und werden schliesslich müde (von der Dehydration) und legen sich nackt auf den heissen Wüstensand und schlafen ein. Wie es der Zufall so will, rettet ein Vorbeifahrender die zwei unerfahrenen Wüstenbesucher und fährt diese in das nächste Dorf, wo sie sich wieder erholen können. Doch die Suche nach den Schutzengeln geht weiter. Dafür sind einige Rituale notwendig. In der Wüste treffen Paulo und seine Frau auf Walküren. Dies sind Frauen, die im Lande herumreisen und mit allen Männern schlafen, die ihnen gefallen. Nach alter Tradition helfen sie bei ihren Auftritten und Shows, den Menschen dabei, die eigenen Schutzengel zu finden. Die Anführerin der Bande ist eine Magierin. Diese könne mit dem zweiten Bewusstsein kommunizieren. Dabei sei es immer wichtig, den Blick Richtung Horizont zu richten. So wachse die Seele und man lerne mit dem zweiten Bewusstsein (wahrscheinlich ist dabei einfach das Unterbewusstsein gemeint) zu kommunizieren. So könne man auch lernen, mit dem eigenen Schutzengel zu sprechen. Doch Paulo verliebt sich in die Anführerin der Walküren, denn sie ist eine Kämpferin, was ihm sehr gut gefällt. Als Zeichen des Vertrauens offenbart die Walküre Paulo ihren Magierin-Namen. Er lautet „Valhalla“. Der Charakter Valhalla gibt immer wieder vor, esoterische Fähigkeiten zu besitzen, die dabei helfen sollen, in Kontakt mit den Engeln zu treten. Aber wenn es dann hart auf hart kommt, macht sie sich vom Acker und lässt den Suchenden alleine. Vor den Augen seiner eigenen Frau, zieht Paulo mit Valhalla umher, im Glauben, dass seine Taten Ursprung spiritueller Wahrheiten entspringen. Irgendwann merkt auch er, dass er eigentlich nur in Valhalla verliebt gewesen ist. Nun hat er aber spirituell gelernt, dass Liebe und Verliebtheit zwei verschiedene Dinge sind. So dass er sich dann schlussendlich doch für seine Ehefrau entscheidet. In der Wüste kommt es zwischen Paulo und, einer von Valhalla ausgesuchten Walküre, zum esoterischen Kampf. Dieser Kampf soll ihm seinen Hass offenbaren. Ohne die Erfahrung des Hasses ist es unmöglich, mit seinem Engel kommunizieren zu können.
Paulo Coelho
Meine Meinung
Die ganze Geschichte hat mir eines ganz deutlich gezeigt: die menschliche Suche nach dem höheren Sinn und der Glaube an Wunder kann wirklich absurde Ausmasse und Formen annehmen. Ich frage mich ernsthaft, ob der Schriftsteller Paulo Coelho und seine Frau tatsächlich diese esoterischen Räubergeschichten widerfahren sind. Meinerseits kann ich nur sagen, dass ich die komplette Geschichte in „Schutzengel“ als unglaubwürdig emfinde. Ich kann mit den Buch-Charakteren (auch mit Paulo und seine Frau) in dieser Form gar nichts anfangen. Auch wie Paulo seine Frau Chris im Buch behandelt, zeugt eigentlich von Paulos stark egoistischem Charakter und seiner zwischenmenschlichen Bösartigkeit. Seine Frau hingegen scheint willensschwach zu sein, denn sie bietet Paulo in keinem Moment Paroli und steht nahezu immer in seinem Schatten. In der Geschichte erwähnt seine Frau, dass sie auf Paulo’s grosses Magier-Wissen* stolz sei. Obwohl er ihr immer wieder sage, dass sie eigentlich für nichts zu gebrauchen sei. Nicht wirklich ein Partner, wie man ihn sich wünscht. Auch die Walküren und deren oberflächliche Volks-Reden wirken auf mich einfach nur stupid. Warum der Autor der Walküre den klischeehaften Namen „Valhalla“ verpasst hat, ist mir auch schleierhaft. In der Geschichte erfährt man auch, dass Chris und Paulo LSD eingenommen haben. Bei den durch LSD ausgelösten Angstzustände handle es sich um den Weg der Selbstfindung (sagt Paulo), weswegen sie stundenlang unter der Dusche verweilen müssten. Das fliessende Wasser reduziere zeitweise die Angstzustände. Auch erfährt man in der Geschichte, dass sie Alt-Hippies sind. Das zumindest erklärt teilweise deren Drogenkonsum, den sexuellen Umgang mit anderen Magiern und den Wunsch, sich ständig zu verlieben. An einigen Stellen zitiert Paulo Coelho ganz plötzlich aus der Bibel, um die Bibelsprüche dann seiner zwanghaften, spirituellen Suche anzupassen. Oder er redet sich seine Fehl-Entscheidungen oder -Verhalten einfach schön. Eigentlich wollte ich schon nach der ersten CD das Hörbuch stoppen, doch die Dummheit der Charaktere und die stupiden Texte empfand ich dann doch irgendwie ganz lustig. Ich wartete ständig darauf, zu erfahren, ob sie vielleicht aus Dummheit dann doch sterben würden. Was mir die 305 Minuten (4CDs) auf meinem persönlichen Weg mitgegeben haben: Ich kann nun das Thema Paulo Coelho für mich persönlich abschliessen, denn seine Ansichten und Darstellungen zwischenmenschlicher Beziehungen gehen nicht einher mit meiner Lebensphilosophie. Einzig die angenehme Erzählweise von Sven Görtz wertet das Hörbuch ungemein auf.
Fazit
Wer gerne esoterische Geschichten mit mythologischen Elementen mag, kann das Abenteuer aus Schutzengel von Paulo Coelho anhören. Wer fundierte und direkte spirituelle Kost ohne Fantasy-Elemente sucht, findet diese wohl eher in den Lehren des Buddhismus oder auch in den Büchern von Eckhart Tolle oder in den Reden von Jiddu Krishnamurti wider.
*=In diesem Buch sind Magier Personen mit angeblich fundiertem, spirituellem Fachwissen, wie es zum Beispiel Priester oder Sektenführer sind.
Seit ich denken, wirkt die Möglichkeit, Zeitreisen durchführen zu können, auf mich eine enorme Faszination aus. Irgendwann, in meiner Vergangenheit, sah ich den Science-Fiction-Film „Die Zeitmaschine“ aus dem Jahr 1960. Es basiert auf dem gleichnamigen Roman von H.G. Wells aus dem Jahre 1895. Auch das Buch habe ich dann selbstverständlich gelesen. Hingerissen von der Thematik wurde ich auch immer wieder motiviert, über das Thema „Zeitreisen“ nachzudenken.
“Die Zeitmaschine” aus dem Jahr 1960
Albert Einsteins Relativitätstheorie
Im Laufe der Jahre sah ich am TV einen Dokumentarfilm über Einsteins Relativitätstheorie. Faszinierend finde ich vor allem, wie Albert Einstein gewisse Theorien sachlich dargestellt hat. Vor allem, wenn man sich vorstellt, dass die Gravitation der Erde die Zeit direkt manipuliert. Man stelle sich vor, man befinde sich in einem Lift und fährt auf einer geraden Linie nach oben, während sich ein anderer Lift via á vis, auf einer gekrümmten Linie, nach oben bewegt. Ich kann während der ganzen Fahrt nach oben den Insassen des anderen Liftes sehen. Weil der zweite Lift einen längeren Weg hinterlegt, als ich auf der geraden Strecke, benötigt es logischerweise mehr Zeit, um nach oben zu gelangen. Somit wird der Insasse des anderen Liftes älter als ich, bis er schliesslich oben ankommt. Wer viel mit Flugzeuge reist, lebt tendenziell also kürzer, da die Flugzeuge durch längere Strecken reisen, als Reisende am Boden dies tun.
Die Gravitation der Erde krümmt Raum und Zeit
Quantenphysik
Im Dokumentarfilm „What the bleep do we know“ wird auch erklärt, dass sich das menschliche Gehirn angeblich mit dem Zukunfts-Ich in Kontakt setzen würde, resp. müsse. Während einer Operation am offenen Gehirn (Der Patient war wach und ansprechbar) wurden mehrere Experimente durchgeführt. Scheinbar kam das gespürte Signal des Fingers ohne Zeitverlust am Gehirn an. D.h. dass das Gehirn ohne Zeitverzögerung das Empfinden einer Berührung an der Hand empfängt, was eigentlich absolut unlogisch erscheint. Das Signal benötigt eine gewisse Zeit, um zum Gehirn zu gelangen. Es muss sich ja den Weg durch die Nervenbahnen von der Hand, via Arm, dann durch den Nacken zum Gehirn bahnen. Doch das Gehirn scheint diese Zeit einfach zu überspringen und empfängt das Signal des Fingers an der Hand sofort, ohne sich um die Zeitverzögerungen zu kümmern. Umgekehrt sei aber die Verzögerung vorhanden. Also wenn man das Gehirn stimuliert, benötige es einige Zeit, bis die Hand das Signal spüre. Also geht man davon aus, dass das Gehirn schon weiss, was geschehen wird, bevor es überhaupt passiert. Also überspringt es ganz einfach die Zeit. Es schaut einfach in die sogenannte Zukunft, um darauf vorbereitet zu sein, dann die gespürten Empfindungen am Körper zeitgleich zu empfinden.
Kennt unser Gehirn die Zukunft bereits?
Science Fiction und die Zeitebenen
Die geniale Hollywood-Trilogie „Zurück in die Zukunft“ des Regisseurs Robert Zemeckis (führte auch Regie in Filme wie „Forrest Gump“ oder Contact“) zeigt in genialer Art und Weise, wie sich Zeitreisen auf die drei Zeit-Ebenen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auswirken könnten. Angenommen, ich würde in die Vergangenheit reisen, um meinen Vater davon abzubringen, meine Mutter kennenzulernen, würde es mich ja gar nicht geben. Also würde ich unverzüglich verschwinden. Da ich ja somit nie geboren wurde. Mein Väter hätte ja meine Mutter nie kennen gelernt. Oder würde es mich vielleicht in einer gelebten Parallel-Zeitachse dennoch geben und ich würde gar nicht verschwinden? Würde es mich tatsächlich nicht geben, könnte ich meinen Vater gar nicht davon abbringen, meine Mutter kennenzulernen und ich würde dennoch geboren. Und mich gibt es also doch. Also sind wir wieder bei der Frage: „Was war zuerst da? Das Ei oder das Huhn?“
Die Zeit, eine Erfindung des Erden-Menschen
Schaut man zum Universum, merkt man schnell, dass man mit der menschlichen Zeitrechnung der Erde nicht sehr weit kommt. Denn der Raum definiert bekanntlich die Zeit. D.h. Wenn wir durch das Universum reisen möchten, müssen wir irgendwie unsere Zeit umgehen oder überspringen können. Die Zeitrechnung von 24 Stunden/60 Sekunden gilt nur auf der Erde, weil ja der Tag- und Nachtzyklus des blauen Planeten so langen dauert. Man müsste also die Zeit und somit den Raum ausdehnen und zeitgleich krümmen können. Angeblich ist ja unser Universum bereits gekrümmt, weswegen alle Planeten um die Sonne herum kreisen. Ohne Krümmung des Universums würden alle Planeten einfach geradeaus weiter-reisen. Schaut mal die Sterne am Himmel an. Während einer klaren Sommernacht sind diese sehr schön zu erkennen. Orion, der grosse Wagen oder den Sternenbild Bären. Aber stimmen die Bilder überhaupt, wie wir sie auf der Erde sehen? Stellt man sich vor, dass das Licht eine gewisse Zeit benötigt, um zu uns zu gelangen, durchläuft es mehrere Krümmungen. Also an Planeten oder Sterne mit Gravitation vorbei, die das Licht an sich zu reissen versuchen. So müssen wir davon ausgehen, dass wir ein komplett entstelltes Sternen-Bild auf der Erde empfangen. Die Sterne sind ja überall im Weltraum verstreut. Das Licht benötigt, um zum nächsten Stern „Proxima Centauri“ zu gelangen, 4.22 Jahre. Und zu anderen Sternen einige tausend Jahre. Eine Lichtsekunde sind ca. 300’000 Kilometer (Distanz zum Mond). Also sehen wir verschiedene Lichtbilder aus komplett anderen Teilen des Universum. Und weil das Licht so lange reist, können wir nicht sicher sein, ob es die gesehenen Sterne überhaupt noch gibt. Also sehen wir doch die Vergangenheit dieser Sterne, somit bereits vergangene Zeiten des Universums. Und das auch noch verzerrt.
Die Vergangenheit / Quelle: NASA
Die Raumfahrt zur Zukunft
Müsste man also zu den weit entfernten Sternen oder Galaxien reisen, müsste man die Zeit komplett manipulieren können. Also müssten man auch den Raum krümmen. Dann wären Zeitreisen theoretisch möglich. Doch was geschieht mit den Astronauten, während dieser manipulierten Zeit-Reise? Wenn wir den Raum krümmen würden, um zu nächsten Stern zu gelangen, wären wir im Nu dort. Die Astronauten hätten dann wenige Minuten benötigt, um Lichtjahre einfach zu überspringen. Um zur Erde zurück zu gelangen, müssten sie den Raum unweigerlich nochmals krümmen. Sie würden ungewollt mehrere hundert/tausend Jahre einfach überspringen. Sie kämen dann in der Zukunft zur Erde zurück. Darum müsste man auch die Zeit rückwärts-manipulieren können, nicht nur den Raum. Aber wie? Wir können zwar die Vergangenheit im Weltraum sehen, aber wie gelangen wir dann dorthin, resp. wie gelangen wir zurück in die Vergangenheit während wir uns in der Zeitachse ständig vorwärts bewegen?
Die ewige Veränderung
Zur Zukunft kann man also theoretisch im gekrümmten Raum gelangen. Aber auch zur Vergangenheit? Gibt es die Vergangenheit überhaupt, oder sind wir dem immerwährenden „Zeitverlauf“, also der fortlaufenden Veränderung unterworfen? Können wir uns wieder in der Zeit zurück bewegen oder führt unsere Reise immer nur vorwärts? Eben manchmal schneller und manchmal etwas langsamer? Wie könnten wir dann die relative Zeit umkehren? Was können wir überhaupt umkehren? Die Zeit? Welche Zeit? Die von uns Menschen gespürte Zeit auf der Erde oder die Zeit im gekrümmten Raum im Universum? Oder ist auch diese Zeit nur relativ, da unser Gehirn bereits den Raum zu manipulieren versteht und mit der Zukunft kommuniziert? Ob das Gehirn vielleicht auch mit der Vergangenheit kommuniziert? Vielleicht gibt es ja die Zeit gar nicht, weil nur die Menschen zeitbegrenzt sind. Und wir somit eine komplett falsche Denkweise und Verständnis für die Zeit als solches führen.
Die ewige Veränderung
Viele Fragen und doch noch keine Antworten. Oder sind die Fragen falsch formuliert? Müssten wir fragen: „Wann sind wir und wann werden wir sein oder nicht mehr sein?“ Denn Eines ist sicher: “Ob wir in Flugzeuge oder in Autos reisen, den Raum krümmen oder auch nicht, alles geht immer Richtung Zukunft, somit ist alles immer der fortlaufenden Veränderung unterstellt.” Alles verändert sich somit immer. Die korrekte Frage lautet also: „Wie lange dauert es noch, bis wir…?“
Die Schweiz scheint das Paradies für Haustiere zu sein. Gemäss Statistiken gibt es genau so viel Katzen, wie es Menschen in der Schweiz gibt. Also 7,13 Millionen Katzen. Wow! Das ist wirklich eine ganze Menge.
Unsere Zwei
Wir haben auch zwei ganz liebe Katzen. Ein Weibchen und ein Männchen. Während der schwarze Kater verspielt und verschmust ist, wirkt das Weibchen eher kalt und distanziert. Dennoch ist auch sie auf der Suche nach Zuneigung und Nähe zu den Mitmenschen und -tieren.
Sie und Er – die vier Gesichter
Beide Katzen haben etwas gemeinsam: sie besitzen jeweils zwei Katzen-Gesichter. Während sie sich im Haus wie unsere Kleinen verhalten und stets darauf bedacht sind, dass der Futterplatz gut belegt ist, sind sie draussen die „wilden Katzen“. Sobald sie das Haus verlassen, ersetzen sie das Sicherheitsgefühl mit der Angst, angegriffen zu werden. Die Regeln ändern sich sobald sie durch die Haustüre oder Fenster schreiten. Während sie drinnen lieb und zahm sind, um Schmuse-Einlagen, Spielstunden und Futter zu erhalten, sind sie draussen ganz auf sich alleine gestellt. Lustig ist auch zu sehen, wie sie draussen nervös und stets wachsam lauern, während sie drinnen meistens entspannt herumliegen oder herumalbern.
Wir haben uns gefunden
Der Kater ist vor rund zehn Jahren den Eltern meiner Lebenspartnerin zugelaufen. Die Nachbarn meinen, den schwarzen Kater auch vorher gekannt, resp. gesehen zu haben. Angeblich wurde er auf einem Bauernhof in der Nähe geboren. Das macht durchaus Sinn, denn der freche Kerl liebt auch Hunde und sucht stets die Nähe zum Mensch. Unser weibliches „Tigerchen“ hat meine Partnerin vor rund fünf Jahren bei einem Arbeitskollegen abgeholt. Das Weibchen sei am Rande eines Waldes ausgesetzt gefunden worden. Man habe sie in letzter Minute vor dem sicheren Tod retten können. Introviert und alleine lag sie in einem separaten Korb, abseits der anderen Katzen. Dies erzählte mir meine Lebenspartnerin, sei die Geschichte über die Abholung unserer lieben Katze.
Wie kann man es am Waldrand liegen lassen? Quelle: kleinekatze.de
Die Sprache
Im Laufe der Jahren haben sich die Katzen an uns angepasst und umgekehrt. Während wir nicht mehr mit dümmlicher Kleinkinderstimme mit ihnen reden (ich manchmal schon noch), haben beide Katzen gelernt mit uns zu kommunizieren. Das Weibchen mauzt schon herum, bevor sie uns sieht. Der Kater hingegen hat es ihr abgekuckt und mauzt nun auch lauthals herum. Was er früher eher selten gemacht hat. Ein richtiges Katzenjammer ist dann in unserer Wohnung zu hören. Wir haben uns im Internet und mit Büchern über deren Körperhaltung informiert. Wusstet ihr, dass die Katzen den Schwanz heben, um zu begrüssen. Oder, dass sie beim Schmusen etwas Katzen-Spucke absondern, um ihre Lieblinge zu markieren. Solche Tatsachen sind für mich wichtig zu wissen, so dass ich die Katzen besser verstehen kann. Oder man gähnt um zu zeigen, dass man keineswegs angreifen möchte und friedlich eingestellt ist. Und so weiter… Eine echt interessante Wissenschaft, die Katzensprache.
Lustiges Video mit sprechender Katze
Geschenke
Unser schwarzer Kater bringt uns immer wieder Geschenke mit. Vor allem nach Spieleinlagen bekamen wir viele Gesten der Zuneigung. Wir erhielten einen männlichen Motorrad-Handschuh, eine goldfarbene Weihnachtskugel aus Stroh (komisch, dass unsere Nachbarin die gleichen Kugeln auf ihrem Weihnachtsbaum hängen hatte, hüstel…), einige Einkaufszetteln usw. Selbstverständlich erhalten wir auch Geschenke vom getigerten Weibchen. Sie bringt uns vor allem Mäuseköpfe, Mäusekörper ohne Köpfe oder komplette tote Mäuse mit.
Die Jagd
Ich konnte einmal durch das Fenster zusehen, wie das Weibchen eine Maus jagte. Äusserst brutal und kraftvoll griff sie die Maus auf der Wiese an, nachdem sie lange ruhig dagelegen und gewartet hatte. Sie riss während der Jagd die Maus mit ihren spitzigen Krallen zu Boden, so dass diese verletzt liegen blieb. Danach biss sie die Maus direkt in den Hals, packte sie und schmiss sie mehrmals in die Luft. Die Maus wirbelte mehrere Zentimeter hoch durch die Luft. Die Feldmaus blieb schliesslich tödlich verletzt liegen. Sie konnte aber noch nicht tot sein, denn die Katze biss ihr ständig in den Nacken. Mit blutverschmiertem Gesicht fing die Katze dann an, die Maus auseinander zu reissen. Sie frass dann einige Innereien genüsslich vor sich hin, während sie die Reste (Kopf, Gedärme etc.) auf der Wiese in unserem Garten liegen liess. Und ich durfte es dann wiedereinmal entfernen. Graus!
Eine eher seltene Situation
Die Spiele
Mit den Katzen zu spielen macht echt grossen Spass. Der Kater mag es, sich unter Zeitungen zu verstecken. Er liebt auch Kartons, in denen er sich dann hinendrücken kann. Manchmal spielen wir “Lift”: dann sitzt er einfach in eine Migros-Einkaufstasche aus Karton und ich führe ihn im Haus herum, während er oben heraus schaut. Wie in einem Lift. Oder er liegt flach auf eine Zeitschrift und wartet, bis ich ihn damit über den Boden schleife. Das Weibchen mag vor allem Jagdspiele. Eine falsche Maus gilt es dann im Gebüsch zu verstecken, während die Katze wartet und schliesslich zuschlägt. Oder ich mache sie nervös, indem ich sie immer wieder stupfe und sie mich dann auffordert, sie nach aussen zu folgen. Selbstverständlich muss man sie durch das 20 cm kleine Katzentor folgen oder mit ihr auf 2.50 m hohe Wände klettern. Wenn man stehend bleibt, schaut sie mich entgeistert und fragend an. Als wollte sie sagen: „Was ist das Problem? Wenn du mich lieb hast, kletterst du mit mir hoch.“
Die Wundernase
Ein Leben ohne Haustiere wäre für uns unvorstellbar. Wenn die Katzen im Frühling während mehreren Tagen ihrem Trieb folgen und von zu Hause wegbleiben, werden meine Lebenspartnerin und ich ganz schön nervös und gehen sie dann schliesslich suchen. Man sollte sie nie zu lange aus den Augen verlieren. Sonst kann es durchaus passieren, dass sie während mehreren Tagen in einem Wintergarten stecken bleiben, weil sie aus reiner Neugierde reinschauen mussten. Und der Wintergarten von der Putzfrau verschlossen wurde. Und die Eigentümerin nun im Altersheim wohnt, weswegen der Wintergarten eher verlassen dasteht. Dann kann nur noch Glück das Überleben des Tieres ermöglichen. Genau das ist unserem Kater passiert. Wir dachten, er sei auf Wanderschaft. Doch nach fünf Tagen konnten wir es nicht mehr aushalten. Wir fragten die Nachbarn, ob sie den schwarzen Kater gesehen hätten. Schliesslich erfuhren wir von einer Nachbarin, die im besagten Wintergarten putzte, dass sie eine schwarze Gestalt darin gesehen hätte. Aber beim letzte Aufenthalt sei die Gestalt nicht wieder aufgetaucht, darum sei sie wieder nach Hause gegangen. Der Kater hatte sich unter dem Wintergarten-Kamin versteckt. Wir gingen schliesslich nachschauen und siehe da: der erschrockene Kater versteckte sich immer noch darin. Es dauerte gute drei Minuten bis der verängstigte Kater mich wiedererkannt hatte und rauskam. Danach trug ich den knochigen Kater nach Hause und gab ihm Katzen-Fressi. Er verschlang sofort drei Tüten (300g) Katzennahrung und trank viel Wasser. Dann schlief er während fünf Tagen durch. Der arme Kerl war auf ein Minimum abgemagert. Wir erfuhren später, dass er mindestens während sechs Tagen im Wintergarten eingesperrt gewesen sein musste. Nur mit etwas Glück hatte er überlebt. Denn im Wintergarten stand ein Blumenkrug mit etwas Wasser, das er leergetrunken haben muss.
Jetzt „schwanzen“ die zwei Lieben immer noch munter herum und erfreuen unsere Herzen. Was wären wir bloss ohne unsere zwei lieben Freunde mit vier Gesichtern?
Vorerst sei gesagt, dass die vorgestellten Filme weder sektenähnliche, religiöse oder fanatische Ansichten beinhalten. Es handelt sich bei allen Dokumentationen um den aktuellen Wissensstand von Wissenschaft und spirituelle Lehren, die zum Verständnis und den besseren Umgang mit Menschen auf der Welt beitragen sollen.
Der erste Film:
Der erste Film trägt den Titel „What the Bleep do we (k)now!?
(dt. Ich weiß, dass ich nichts weiß!)“. Cover zu “What the Bleep do we (k)now!?” DVD
Wie es dazu kam
Ich befand mich vor ca. einem Jahr an einem Geschäfts-Event, als ich mit einem Kollegen über die Weltanschauung und verschiedene Kulturen sprach. Er meinte, ich solle den Film unbedingt schauen. Es helfe zu verstehen. So habe ich vor einer Woche den Film geschaut.
Inhalt
Der US-Amerikanische Dokumentar-Film aus dem Jahr 2004 veranschaulicht in bemerkenswerter Art und Weise das Zusammenspiel von Erkenntnissen aus der heutigen Quanten-Physik mit der menschlichen Sichtweise unserer Welt. Mit Animationen und Schauspielern werden die Entdeckungen der Wissenschaftler, auch für Laien, leicht verständlich erklärt. Es verleitet den Zuschauer dazu, über die eigene Sichtweise der Welt nachzudenken. Es zeigt auch den Bezug von Wissenschaft zur Religion und Mystik. Und macht auch klar, dass wir durch unseren eigenen Filter konditioniert sind. Und so vieles gar nicht sehen oder wahrnehmen können.
Der Trailer zum Film
Meine Meinung
Einige Wissenschaftler kritisieren den Inhalt des Filmes. Der Bezug zur Realität sei verfälscht. Dennoch konnte der weltweite Hype, den der Film „What the Bleep do we (k)now!? – Ich weiß, dass ich nichts weiß!)“ auslöste, zum Glück nicht unterbrochen werden. Ich kann den Film allen empfehlen, die gerne ihre Weltanschauung auf den Kopf stellen und den eigenen Filter hinterfragen möchten.
Der zweite Film ist…
Der zweite Film behandelt das Thema der mentalen Anziehung und Projektion der Gedanken auf die materielle Ebene. Der australisch/amerikanische Film aus dem Jahr 2006 mit dem Titel „The Secret (dt. Das Geheimnis)“ überzeugt vor allem durch den Auftritt von Prominenten und populären Coaches und Motivations-Trainern. Auch sollen bekannte Personen aus der Vergangenheit, wie Ludwig van Beethoven oder Albert Einstein, die gezeigte Technik der mentalen Anziehung bereits angewandt haben, was zu ihrem Erfolg beigetragen haben soll. Cover von “The Secret” DVD
Wie es dazu kam
Diesen Film habe ich bereits beim Erscheinen der DVD im Ladenregal entdeckt. Nur der damalige Preis von Euro 30.- hielt mich davon ab es zu kaufen. Bis eines Tages meine Lebenspartnerin den Film sowie das gleichnamige Buch mit nach Hause brachte. Bald hatte ich den Film und die DVD regelrecht verschlungen.
Inhalt
Die Dokumentation handelt von Liebe und wie diese weitergegeben und auch empfangen werden kann. Auch dieser Film geizt nicht damit, viele Animationstechniken einzusetzen, um die Theorien und Praktiken der Weltanschauung audio/visuell darzustellen. Um ein Ziel zu erreichen, könne man also positive Gedanken senden. Denn alle Gedanken kämen wieder zum Ursprungsort zurück. Und mit den Gedanken würde sich auch das Umfeld positiv verändern. Der Grund dafür sei, dass alles aus Wellen besteht. Um ein positives Ergebnis zu erzielen müssen man also nur positive Wellen ausstrahlen.
Trailer von “The Secret”
Meine Meinung
Was mir besonders gut gefällt, ist die ruhige und direkte Art, mit der der Film die Thematik der spirituellen Gedankenführung angeht. Anders als bei „What the Bleep do we (k)now!?“ beinhaltet der Film „The Secret“ vor allem verschiedene spirituelle Lehren, die aus uralten Zeiten stammen sollen. Wodurch der Film vor allem für spirituell angehauchten Zuschauern mit einem Flair für Mystik besonders zu empfehlen ist.
Nun zum dritten Film:
Der dritte Film aus dem Jahre 2009 ist von Eckhart Tolle, ein spiritueller Lehrer aus heutiger Zeit. Tolle ist bekannt dafür, dass er einigen Prominenten (u.a Jim Carrey) zum mentalen Erfolg verhilft. Der Film trägt den Titel „Entdecke deine Bestimmung im Leben“. Es handelt sich um eine Aufnahme von Tolles Vortrag über die Selbstbestimmung im Leben. Er gibt spirituellen Rat, wie wir zu einem bessere Leben finden können. Die DVD “Entdecke deine Bestimmung im Leben”
Wie es dazu kam
Über Eckhart Tolle wusste ich eigentlich gar nichts. Bis eines Tages meine Lebenspartnerin eine interessante DVD bestellt hatte. Ich wollte mich gerade auf dem Weg zu einem Freund nach Zürich machen, als meine Lebenspartnerin den Film gerade schaute. Als ich Eckhart Tolle am TV sprechen hörte, konnte ich mich seiner Rede nicht entziehen. So ging ich eine Stunde verspätet nach Zürich. Dass ich den Film geschaut habe, hat sich echt gelohnt.
Inhalt
Tolle spricht über philosofische Wahrheiten und wie wir mit der Welt umgehen. Unsere Anschauung sei vom “Ego-Schmerzkörper” geprägt, was zu einer kollektiven Unzufriedenheit führe. Vor allem berichtet er auch über unsere Bestimmung im Leben. Eigentlich über die „zwei Bestimmungen“, die es im Leben angeblich zu beachten gibt. Eine dient dem langfristigen Ziel und die zweite Bestimmung besagt, dass wir uns im Jetzt genau an der Stelle befinden, die für uns bestimmt ist. Man erfährt auch einiges über Philosofisches und über neue Weltanschauungen, die alles positiv verändern können.
Video von Tolles deutschen Vortrag über “Ja zum So-Sein”
Meine Meinung
Auch dieser Film ist für Zuschauer, die gerne an ihrer Person arbeiten, gedacht. Wer eine neue Sichtweise auf die Welt erhalten möchte, dem sei dieser Film auch wärmstens empfohlen. Zudem trägt die einzigartige und witzige Erzählweise von Eckhart Tolle dazu bei, dass man den Film einfach mögen muss. Bewundernswert: gänzlich ohne Effekte oder Tricktechnik vermag Eckhart Tolle die Menschen dazu zu bewegen, Gutes zu tun und erfolgreich zu sein.
Hinweis:
ich habe bereits am 30. Januar 2011 eine Rezension über Eckhart Tolles Buch „Eine neue Erde“ geschrieben.
Die drei Filme sind zwar unterschiedlich produziert worden. Dennoch haben sie den gleichen Effekt auf den Zuschauer: sie regen an, über sich selbst und die Welt nachzudenken. Was vor allem in der heutigen Zeit nötiger als je zuvor erscheint.
Ich wünsche Euch auf jeden Fall viel Spass beim Schauen. Es lohnt sich!
Der Film “The Matrix” geht in die vierte und fünfte Runde. Zumindest meinte das Keanu Reeves in einer Rede vor der “London School of Performing Arts University”.
Keanu Reeves, Star aus “The Matrix”
Ich bin begeisterter Zuschauer der “The Matrix”-Trilogie. Als ich den Film “The Matrix” im Jahr 1999 im damals grössten Kino der Schweiz (METROPOL Zürich) sah, konnte ich mich nicht mehr erholen. Niemand wusste so recht, was “The Matrix” genau war. Der Kino-Trailer liess eher Mysteriöses und Unbekanntes erahnen. Doch offenbarte es nichts über die eigentliche Geschichte des Filmes. Was dann im Kinofilm gezeigt wurde, schlug ein wie ein Meteorit. Die Story war neu, die Effekte sowie die ganze Art zu schauspielern waren neu. Sogar das ganze Setting und Kostüme waren einzigartig. Auch die Musik setzte neue Trends.
“The Matrix” Trailer
Der Film “The Matrix” liess die Kino-Zuschauer regelrecht umdenken. Es regte sogar an, das Leben zu hinterfragen. Vor allem die Sequenz, in der Neo (von Keanu Reeves gespielt) aufwacht, um die Realität zu entdecken ging in die Kino-Geschichte ein, um dann unvergessen zu bleiben. Die Watchowski Brothers vereinten Elementen aus “Blader Runner”, “Dark City” und “Metropolis”. Der ganze Film war wirklich gut gelungen. Über die Qualität von Teil zwei und drei kann man sich streiten. Auch was die Watchowski Brothers danach ablieferten, kann man getrost links liegen lassen. Dennoch freut es mich zu hören, dass Keanu Reeves mit den Watchowski Brüdern über die Nachfolger-Teile vier und fünf debattiert haben. Schliesslich hinterliessen die ersten drei Teilen viele offene Fragen.
Revolutionäre 3D Kameratechnik
Ich wünsche mir von den neuen “The Matrix”-Filmen eine durchdachte Story wie in Teil 1. Auch dürfen die Effekte ein wenig sparsamer, dafür gezielter eingesetzt werden (weniger ist mehr). Der Mix in “The Matrix 1″ stimmte. Neo kann jetzt doch fliegen? Bin gespannt wie er die Fähigkeit einsetzen wird. Die Matrix darf von mir aus in den neuen “The Matrix”-Teilen auch etwas verschachtelter und mysteriöser sein. (Siehe Story im Film “Inception“). Die düstere und kalte Atmosphäre aus Teil 1 ist zudem wieder erwünscht. Wenn die Watchowski Brothers aus ihrem Kindheits-Bewusstsein (Speed Racer) herauskommen und zurück zu ihren Wurzeln kehren (Matrix 1) werden Teil 4 und 5 die Kino-Kassenschlager überhaupt.
Noch eine letzte Bitte:
Keine Titel wie “Matrix Incubation” oder “Matrix Forever”. Das wäre purer Mainstream-Klatsch und passt absolut nicht zu “The Matrix”. Sollen die billigen Kopien solche Titel tragen. Auch ist mir egal, ob der Film in 3D oder 2D erscheint, Hauptsache der Inhalt stimmt. Da kann das Marketing Zusatz-Verkaufsargumente einsetzen wie sie wollen, aber bitte keinen Kitsch.
Auf jeden Fall freue ich mich auf “The Matrix 4 und 5″.
Als ich vor ca. zehn Jahren Meditations-Techniken ausprobierte, habe ich mir häufig Chillout Musik im CD-Geschäft gekauft. Die Musik sollte mich bei den Entspannungstechniken unterstützen. Ich musste jedoch feststellen, dass wirklich viel Ramsch auf dem Musik-Markt zu finden ist. Nicht überall wo „Meditations-Musik“ draufsteht, ist auch welche drin. Selbstverständlich spielt auch der persönliche Geschmack bei der Selektion eine wichtige Rolle. Heutzutage sind auch dubiose Produktionen wie „I-Doser“ zu finden. Die Frequenz-Stücke sollen Gefühle wie Drogenrausch(?) oder LSD-Visionen(?) hervorbringen. Aber sucht man wirklich gute Entspannungsmusik, so wird man nur schwer fündig.
Harvey Summers gilt als Ausnahmekünstler in Sachen spirituelle Musik. Er wurde im Jahr 1974 in eine musikalische Familien geboren. Seit seinem 11. Lebensjahr komponiert er Musik. Er spielte u.a. Instrumente wie Akkordeon, Piano, Gitarre, Schlagzeug sowie Synthesizer und Keyboards. Seine Stilrichtungen gehen von Orchestermusik zu Jazz über Dance und Chillout. Er arbeitete als Filmmusiker, Solokünstler und Produzent.
Harvey Summers am Akordeon
Dank Harvey Summers habe ich meine beliebteste Meditations-Musik schlussendlich gefunden. Die drei Alben aus der Reihe „Feng Shui for Gardens“ haben mich durch sehr gefühlsvolle und visionäre Meditationen begleitet. Ab und zu höre ich mir die NewAge-Musik auch heute noch gerne an. Ganz im Stil von Kitaro oder Yanni führt Harvey Summers die Musik in eine spirituelle Richtung. Die wunderschönen Stücke, mit den harmonischen Melodien, wurden einzig und alleine für die Öffnung der Emotionen geschaffen. Die Meditationen gewinnen durch Harvey Summers Musik an Farbe und Formen. Visionalisierungen und Affirmationen sind viel einfacher durchzuführen. Man muss lediglich hinhören und sich hingeben. Somit sind die CDs ein absolutes Muss für alle spirituellen Pioniere und Selbstentdecker.
Die CDs mit den Titeln: “Fountain of dreams“, “Under the stars” und Watching the sky” enthalten jeweils 5 Stücke. Die Spieldauer der Lieder liegt bei 7 bis 22 Minuten. Die CDs unterscheiden sich kaum in ihrer Stilrichtung. Die einzelnen Stücke sind klangvoll und melodiös, mit einem Hauch chinesicher Musik. Hier geht es zur Hörprobe von “FENG SHUI FOR GARDENS”.