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Hörbuch-Rezension: Bud Spencer – Mein Leben, meine Filme – Die Autobiografie.

„Hey, komm schnell her zum TV! Der Dicke verprügelt wieder die Bösen auf dem Boot!“, rief mein Nachbar und Spielkamerad. Ich war gerade zehn Jahre alt und Mittwoch-Nachmittag war schulfrei. Zwar hatte ich noch Hausaufgaben zu erledigen, aber mein Freund insistierte dermassen überzeugend, dass ich einfach zum TV rennen musste. Und da war tatsächlich ein dicker Mann mit Bart im Hawai-Hemd zu sehen, der mit seiner riesigen Faust wickingerhaft böse Menschen verprügelte. „Sie nannten ihn Mücke“ war der erste Bud Spencer Film, den ich gesehen habe und zugleich der Anfang einer grossen Leidenschaft: „Das Gucken stupider Prügelfilme ohne grobe Gewaltdarstellung für Gross und Klein.“ Herrlich, einfach nur HEEERRRRLLLIIICCCHHH!


Bud Spencer alias Carlo Pedersoli

Bud Spencer alias Carlo Pedersoli wurde am 31. Oktober 1929 in Neapel als Italiener geboren. Er ist ein Film- und Fernseh-Charakterdarsteller. Als Schauspieler würde er sich selbst niemals bezeichnen. Er ist vor allem in Italo-Western und diversen Kino-Komödien, an der Seite von Terence Hill alias Mario Girotti, weltbekannt geworden.

Die Biografie
Die Hörbuch-Biografie beginnt damit, dass Bud Spencer eines Tages seinen Namensvetter und Enkel Carlo trifft und ihm seine Geschichte erzählt. Dabei erfahren wir, dass Carlo Pedersoli (Bud Spencer) gebürtiger Italiener ist, der Neapel deswegen liebt, weil die Neapolitaner echte „Lebenskünstler“ sind und er selbst Neapolitaner ist. Er erzählt über seine Erlebnisse im zweiten Weltkrieg und wie er per Zufall einen Bombenanschlag der Deutschen überlebt hat. Auch über seine Krebserkankung im Alter von vierzig Jahren schreibt er einige Zeilen.


Carlo Pedersoli, der ialienische Rekord-Schwimmer

Am 19. September 1950 (zu dieser Zeit vor allem als italienischer Schwimmer bekannt) brach er in Italien einen Rekord: er schwamm als erster die 100 Meter unter einer Minute. Darüber hinaus gewann er die italienische Meisterschaft während sieben Jahren in Folge. Und dies obwohl er nicht einmal hart dafür trainierte. Es geschah auch bei einem Schwimmbecken, dass Carlo unwissentlich auf Terence Hill, alias Mario Girotti, treffen sollte. Doch seine Filmkarriere mit seinem Freund und Filmpartner würde erst viel später beginnen. Seine Familie reiste viel herum, so sah Carlo viel von der weiten Welt. Auch lebte er einige Zeit in Südamerika, wo er unter anderem als Strassenbauer harte Arbeit verrichtet hat.


Das Cover zum Hörbuch

Besser man kauft sich gleich das Buch!

Bud Spencer hatte nie allzu grosse Mühe, mit dem anderen Geschlecht Kontakt zu knüpfen. Viele belanglose Liebeleien zogen sich durch sein Leben. Auch rauchte Carlo ständig Zigaretten, obwohl er eigentlich Sportler und Meisterschaftschwimmer war. Carlo merkte, dass sein Leben eine Wende nehmen musste und es so nicht weitergehen könnte. Im Jahre 1960 zog es ihn schliesslich zurück nach Rom. Dort heiratete er seine Jugendfreundin Maria Amato. Maria Amato ist die Tochter eines erfolgreichen Filmproduzenten. Im Jahre 1967 wurde schliesslich Bud Spencer im eigentlichen Sinne geboren, als er über einige Umwege und nach langem Zögern eine Rolle in „Gott vergibt, Django nie“ bzw. „Gott vergibt, wir beide nie“ bzw. „Zwei vom Affen gebissen“ annahm, an der Seite von Mario Girotti (Terence Hill).

Trailer zu “Zwei vom Affen gebissen”

Damals war es üblich, dass man fürs Kino amerikanische Namen annahm. Carlo war ein Bewunderer von Spencer Tracy, weswegen er sich schliesslich für Bud Spencer entschied. Was dann mit dem Duo Bud Spencer und Terence Hill alles geschah, lest ihr am besten in der Biografie nach.

Meine Meinung
Bud Spencer und Terence Hill sind für mich zwei schillernde Figuren am TV-Himmel. Wie hell leuchtende Sterne in der dunklen Nacht. Sie sind für mich Vorbilder, Glücklich-Macher und Lebensbegleiter zugleich. Seit ich denken kann, habe ich Filme mit dem Tollpatsch-Duo am TV verfolgt und diese regelrecht genossen und aufgesogen. Auch heute noch! Jedes Mal muss ich einfach drauflos lachen. Vor allem, wenn der Dicke Bud, von Terence animiert, zu prügeln beginnt. So bin ich wirklich sehr glücklich darüber, dass ich die Biografie von Bud Spencer und Terence Hill (Rezension folgt!) lesen bzw. hören durfte, um endlich etwas mehr über deren fantastische Lebensgeschichten zu erfahren. Was die Biografie betrifft, wurde ich keineswegs enttäuscht. Im Gegenteil, sie war wirklich sehr interessant und tiefgreifend. Bemerkenswert viele neue Details und Tatsachen kommen ans Tageslicht und man erfährt auch einiges über die Zeit der Bud/Terence-Filme. Man durchlebt Carlos Leben vom zweiten Weltkrieg an bis zum heutigen Tag. Schnell merkte ich beim Hören, dass Carlo Pedersoli aus einer andere Zeitära stammt, mit seinen über achtzig Jahren an Lebenserfahrung. Der Krieg habe ihn und Terence Hill dermassen geprägt, dass sie vieles einfach besser geniessen könnten. Das Film-Duo hat sich niemals zerstritten, sie sind bis heute Freunde. Leider ist die Biografie, wie alle guten Sachen, viel zu kurz geraten. Gerne hätte ich ein wenig mehr über Carlos Charakter und persönliche Lebenseinstellung erfahren. Aber man muss auch wissen, wann genug ist. Gut, trotzdem warte ich bis heute noch, dass endlich alle Filme auch auf Bluray erscheinen. Mit Full HD Bild und viel Bonusmaterial und vor allem VIEL VIEL BUD SPENCER UND TERENCE HILL!

Das Hörbuch
Leider kann ich für den Hörbuch-Sprecher Oliver Korittke kein gutes Wort einlegen. Mag ja sein, dass er ein erfahrener Schauspieler ist. Doch leider ist er für dieses Hörbuch die denkbar schlechteste Wahl gewesen. Fast alle italienischen Namen oder Wörter hat er komplett falsch ausgesprochen, zudem passt seine Stimme gar nicht zu Bud Spencers Charakter. Ideenlos und ohne Emotionen liest er die Biografie vor sich hin. Hier wünsche ich mir eine Neuvertonung durch einen geeigneteren Sprecher (z.B. Synchronstimme von Bud Spencer, lebt der Herr noch?), der zumindest italienische Wörter aussprechen kann und zum witzigen Charakter Bud Spencers passt. Bitte so bald als möglich!  Hörprobe hier!


Das schillerndste Duo am TV-Himmel

Fazit
Ein absolutes Muss für Bud Spencer Fans! Aber achtung: Hände weg vom Hörbuch! Hier lohnt es sich, die Buchvariante anzuschaffen, da das Hörbuch den Inhalt der Biografie leider nicht würdig zu vertreten vermag.


Beliebte TV-Serien (6-Teiler) – heute der dritte Teil mit “Quantum Leap (deutscher Titel: Zurück in die Vergangenheit)”

Bereits im Vorfeld habe ich von meinen ersten Lieblings-TV-Serien „Knight Rider“ und “Star Trek (TOS) The Original Series” berichtet.

Später werde ich meine Lieblingsserien aus heutiger Zeit vorstellen:

  • „Lost“
  • „24″
  • und „Heroes“.

Heute möchte ich über meine dritte Lieblingsserie aus meiner Teenagerzeit berichten:

Quantum Leap
(deutscher Titel: Zurück in die Vergangenheit)

Diese Serie lief im deutschen Fernseher meistens während den Randzeiten. „Quantum Leap“ war seinerzeit eine von den wenigen TV-Serien die mich regelrecht hingezogen hat. Zeitgleich liefen Serien wie „McGuyer“ oder „Alf“ am TV. Diese erzählten meistens Geschichten über die Bekämpfung von Kriminalität oder es handelte sich dabei um reine Comedy. Quantum Leap kombinierte zum ersten Mal beide Themen mit einer Portion Science Fiction. Die Serie „Quantum Leap“ wurde zwischen 1989 bis 1993 von Donald P. Bellissario (auch für Serien wie Airwolf oder Magnum bekannt) für NBC produziert. Der Schauspieler Scott Bakula spielte die Hauptrolle. U.a. spielte er später auch in Star Trek: Enterprise die Rolle des Captain Jonathan Archer.


Scott Bakula in Star Trek: Enterprise

Die Geschichte

Diese handelt von einem Wissenschaftler namens Dr. Samuel „Sam“ Beckett (gespielt von Scott Bakula), der in einer Wüste einen Quantenbeschleuniger entwickelt. (CERN lässt grüssen.) Dr. Beckett wacht nach einem gescheiterten Selbstversuch auf und bemerkt, dass etwas anders ist. Eigentlich ist so ziemlich alles um ihn herum verändert. Schnell bemerkt Sam Becket, dass er in einer anderen Person sowie andere Zeit feststeckt. Mit der Zeit findet Sam Beckett heraus, dass er die Leben der Personen wieder auf die richtigen Bahnen führen muss. Einmal spielt er eine Cheerleaderin, dann einen Gauner, manchmal eine Drag Queen dann wiederum ein Kind usw. In jeder Folge geht es darum, dass er die Leben dieser Personen rettet, bzw. verbessert oder deren Fehler korrigiert. Nur so ist es ihm möglich den nächsten Quantensprung anzutreten (meistens am Schluss von jeder Folge). So hofft Beckett, dass er durch eines dieser Sprünge zurück nach Hause landet. Sam Becketts einzige direkte Verbindung zu seiner Zeit ist sein Freund Albert „Al“ Calavicci (gespielt von Dean Stockwell), der ihn unterstützt. Nur Sam Beckett kann ihn als holografische Projektion sehen. Zwischendurch trifft Sam Beckett auch auf bekannte Charaktere wie den jungen  Elvis Presley, der noch vor seiner Karriere seht. Irgendwann befindet er sich in einer Bar von Minenarbeitern. Der Barkeeper scheint alle Antworte zu Sams Fragen zu kennen. Die Zuschauer müssen davon ausgehen, dass es sich beim Barkeeper um Gott höchstpersönlich handelt. Den dieser scheint dafür zuständig zu sein, wen Sam Becket zu retten hat.


Original Quantum Leap Plakat

Die Serie besteht aus vielen Spezialeffekten die in den neunziger Jahren als neuartig galten. Auch in Sachen Schauspielleistung bietet Quantum Leap eine unverkennbare Art.  Scott Bakula verleiht der Figur des Samuel Becket die nötige Portion Charme und Witz. Die Geschichte in Quantum Leap greift oft viele Themen der menschlichen Psyche (Angst, Lust, Leidenschaft) auf. Eine gewisse erzählerische sowie schauspielerische Ähnlichkeit findet man auch in der neueren Serie mit deutschem Titel “Allein gegen die Zukunft”.

Deutsches Serien-Intro zu Quantum-Leap

Ich wünsche mir eine neue Neuverfilmung von Quantum Leap. Selbstverständlich mit Scott Bakula in der Hauptrolle.

Viel Spass beim Schauen!